Die viscerale Osteopathie widmet sich speziell der Behandlung innerer Organe (= Viszera). Entwickelt wurde sie von J.P. Barral und Dr. Weisschenk und ist in Deutschland noch relativ unbekannt.

Bei der Behandlung wird die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu den sie einhüllenden oder stützenden Muskel- und Bindegeweben getastet. Bewegungen werden in der Viszeralen Osteopathie Mobilität genannt. Durch eine direkte und sanfte Behandlung können Organe mobilisiert, Verklebungen gelöst und gestaute Gewebe durchlässig gemacht werden. Die Funktion der Organe wird dadurch unterstützend angeregt, ihre Selbstheilungskraft gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst. Durch die embryonale Entwicklung, die jedes Organ vollzogen hat, ergibt sich eine feine tastbare Bewegung (= Motilität), welche das Organ als Ausdruck seiner Vitalität fortwährend ausführt. Der Osteopath tastet (palpiert) diese feine Eigenbewegung und kann sich so ein Bild von der Gesundheit des jeweiligen Organs machen. Durch eine sanfte Förderung dieser Bewegung (Motilität) kann die Vitalität des Organs angeregt und seine Selbstheilungskraft aktiviert werden.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Allgemeine Immunstimulation und chronische Müdigkeit
  • Chronische Verdauungsbeschwerden (nicht bei Geschwüren, Tumoren!)
  • Funktionelle Leber- und Galleproblematiken
  • Allergien
  • Narbengewebe
  • Organbedingte oder chronische Rückenschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nieren- und Blasenbeschwerden
  • Magenbeschwerden (nicht bei Geschwüren, Tumoren!)
  • Lymphatische Stauungen etc.